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C-Liner versus schnelle C-GIG

brc-hansa_artus, 02. Feb. 2008, 13:04h (Material & Technik)


Als "junger" Bootswart habe ich nun die Aufgabe mich nach einem schnellen GIG-Boot 4x+/5x für GIG Regatten des DRV um zusehen. Natürlich habe ich von der C-Line gehört und entsprechende Angebote von der Werft erhalten. Doch Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft...


Welche Alternativen kennt Ihr? Welche Werft stellt vergleichbare Boote her?
Welche Erfahrungen habt ihr mit dem entsprechenden Boot gemacht?
Auf was sollte man achten?

Ich freue mich über Anregungen.
Viele Grüße aus Bremen, Jens Artus / BRC-HANSA

 
 
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Kommentare
 
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Re: Re: Gig-Boote

Ronny (16. Mär. 2008, 16:32h)


Wieder so einer der behauptet der Kiel liegt nicht mittig.

Der Kiel ist immer die Bezugsebene, Spanten und Aussenhaut können unsymetrich zum Kiel angebracht sein, aber nie der Kiel zur Aussenhaut.

Ronald Schröder


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Re: Re: Re: Gig-Boote

Anonymer Verfasser (17. Mär. 2008, 12:57h)


Kommt aber aufs selbe raus. Der Kahn fährt Kreise.

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Toller Bootsname

Wahnfried (16. Mär. 2008, 14:40h)


Ein Mitarbeiter eines der führenden Unternehmen im Ruderbootsbau hat sein Privatboot "Unsinkbar 2 " getauft.

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schnelle c-gig

Anonymer Verfasser (19. Feb. 2008, 21:49h)


hallo auch wen das einige Werften nicht freut hier meine (nicht)-tipps zur "schnellen" C-Gig

1. Grundsätzlich bieten einige Werften sogenannte renngigs an, die wegen des Plattenausbaus erheblich leichter als C-Gigs sind. Diese sind vom DRV nicht auf Regatten zugelassen. Maße und Gewicht müssen stimmen (11m lang 78cm breit und 80kg glaube ich)

2. Erfahrungen. Als Rheinruderer und Baumgartenfreak (der Riß des Bugs war mal für den Rhein ein Maßstab) kann ich von den Produkten der letzten Jahre nur abraten. Holzteile waren unvollständig lackiert, Schrauben rosteten, mehrere Boote aus mir bekanten Vereinen wurden zum Nachbessern der Kevlar-Außenhaut reklamiert.
Über die Qualität der Boote mit Sandwich-Inenausbau kan ich nichts sagen.

C-Line
Die Boote befinden sich in einer andauernden Testphase. d.h. ständig wird etwas ausprobiert, keines der letzten 10 Jahre ist wie das andere. Die Boote mit Plattenausbau kann ich empfehlen, mann muss nur die scharfen Kanten abkleben sonst reisst es die Wadenhaut weg. Die Boote mit klassischem Ausbau haben oft das Problem, dass sich die Verklebung von Spant und Außenhaut löst.

Empacher
etwa 2000 euro teurer als die anderen. Mit Abdeckungen und Schotten eher ein Wander- und Tourenboot als für Regatten geeignet, sehr schwer (98 kg). Ist bei uns jetzt seit einem Jahr in Betrieb. Gravierende Mängel: Keine, außer den Befestigungsschrauben des 5. Ruderplatzes, sie lassen sich nicht lösen, wenn der Innenausbau nass wurde....

Schellenbacher
ich habe gute Erfahrungen mit diesen relativ leichten Booten, aber auch das Holz des Innanausbaus sei zu weich, heißt es oft, multiplex wäre besser. Wir haben nur Holzboote von Schellenbacher, die mit Kunststoff seien gut, heißt es.

Hudson
nicht umbaubar zum 5er, Schwer. Sicherlich für Lagstreckenregatten brauchbar. Im Gegensatz zu den Booten der anderen Werften hat es keinen "Charakter" und wird von den meisten Ruderern nicht gemocht.

Über mehr Werften kan ich nichts sagen.
Schönen Gruß vom Rhein

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Re: Gigboote

ulf (17. Feb. 2008, 14:37h)



Hallo zusammen,

bei unserem Lieblingssportgerät scheint es sich in Punkto Sicherheit ähnlich zu verhalten wie z.B. bei PKWs: Der Kunde kann zwischen verschiedenen Modellen wählen, und bei Einsatz eines entsprechenden Budgets steht am Ende vielleicht ein Modell zur Verfügung, welches neben allen funktionalen Anforderungen auch den Sicherheitsbedürfnissen entspricht. Ich sehe allerdings zwei Unterschiede: Zum Einen trage ich als Kunde selbst das Risiko, wenn ich mir einen chinesischen Kleinwagen ohne Knautschzone leiste und mich mit diesem auf eine europäische Autobahn wage. Bei Ruderbooten, welche zumeist von Vereinen beschafft und dann von Dritten genutzt werden, sieht das ggf. etwas anders aus. Zum Anderen hat sich die Sicherheitstechnik von PKWs kontinuierlich den gestiegenen Anforderungen und Bedürfnissen angepasst.

Ich habe nun wirklich laaange (liegen tolle Jobs und tolle Rudervereine eigentlich überall im Lande so weit auseinander...!? - Hinweise gern per Email an mich... ;) ) nicht mehr in einem Ruderboot gesessen und mag daher nicht ganz auf der Höhe der Zeit sein. Aber liege ich wirklich so falsch, wenn ich sage, dass es seit dem legendären Rollausleger keine wirklich nennenswerte Innovation am Ruderboot gegeben hat? Zumindest scheinen die Sicherheitsdebatten auf der Stelle zu treten. Angesichts dieser Umstände frage ich mich, ob es wirklich sinnvoll ist, alle halbe Jahre mal wieder in Richtung Verband oder Werften auszukeilen, um sich schließlich doch wieder mit dem frustrierenden Gedanken anfreunden zu müssen, das sich wohl auch in der nächsten Dekade kein erfolgversprechender Fortschritt abzeichnen wird.

Dabei haben sich im Verlauf der Debatte doch einige Vorzeichen geändert: Das Potenzial neuer Materialien wurde erschlossen, als Beispiel mag der Markt für Fahrräder gelten. Moderne Fertigungsverfahren sind wirtschaftlich einsetzbar (zum Beispiel nutzen viele Kinderwägen mittlerweile die im Fahrradmarkt zu verzeichnenden konstruktiven Fortschritte) und die finanziellen Möglichkeiten sind andere geworden (manches Mountainbike in der privaten Garage kostet mehr als ein Ruderboot). Außerdem hat es sich gezeigt, dass es zuweilen lohnenswert sein kann, sich von eingefahrenen (Verbands-)strukturen zu lösen und durch den Einsatz anderer Energien und eigener Kreativität zügiger zum Ziel zu kommen.

Sollten wir uns diese Entwicklungen nicht zunutze machen, um *wirklich* neue Ansätze umzusetzen? Ein Blick in die weRow.com Benutzerschar offenbart nicht nur das Potenzial von Ruderern und Bootsbauern, sondern auch von Ingenieuren, Konstrukteuren und Industriedesignern. Da sollte doch was gehen. Auch muss nicht jede gute Idee sofort am finanziellen Aspekt scheitern - da gibt es neben den allgemeinen Gesetzen des Marktes sicherlich noch andere kreative Möglichkeiten.

Liebe weRow.com-Nutzer, ich fordere Euch hiermit heraus: Wie kann man Ruderboote sicherer machen? Wenn die Möglichkeiten *innerhalb* der Boote ausgereizt sind - wie sieht es eigentlich *außerhalb* aus? Spontan fallen mir Ansätze ein wie z.B. schwimmfähige Flügelausleger (hat das schon mal jemand ausprobiert?), eine außen liegende (ggf. demontierbare) schwimmfähige Waschbordwulst oder sogar der Einsatz von Airbags (OK, genug gelacht: Mittlerweile gibt es Skijacken mit integrierten Lawinenairbags...), welche in Verbindung mit einer halbwegs intelligenten Totmannschaltung vielleicht den Steuermannssitz eben nicht in einen Schleudersitz verwandeln, sondern als Schwimmhilfe Menschenleben retten könnten. Solche Lösungen hätten den Charme, dass sie sogar nachrüstbar wären und betreffende Boote nicht nur ab Windstärke 13 sinnvoll einsetzbar wären. Was fällt Euch noch an konstruktiven Dingen ein?

Lasst uns einfach mal brainstormen. Wenn sich hier am Ende die Geburt eines weRow.com Sicherheitskonzeptes als europäische (oder weltweite) Gemeinschaftsproduktion abzeichnet, so bin ich gern bereit, dafür ein separates Forum einzurichten.

Viele Grüße

Ulf Hallmann

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Re: Gigboote

bortomotel (19. Feb. 2008, 09:03h)


Lieber Ulf,

der Beitrag ist Balsam auf meine Seele. Der Vergleich mit der Sicherheit im Auto ist richtig. Ich weiß noch, was es für unsinnige Diskussionen um die Einführung des Sicherheitsgurtes gab. Das erinnert mich stark daran, was hier der Bootsbau sagt. Auch der Hinweis auf das Potential der neuen Werkstoffe ist zu begrüßen. Man sollte sich davon lösen, ein Holzboot lediglich in Kunsststoff nachzubauen.

Beim Brainstormen bin ich gerne dabei und ich schlage eine Bestandsaufnahme vor. Vieles gab oder gibt es nämlich schon, doch leider meist vergessen oder im Verborgenen. Ein mit Luft gefüllter Rollausleger findet sich z.B. an meinen Pohlusbooten. Die schwimmen nach einer Kenterung immer aufrecht und man spart im Notfall das Aufrichten des Bootes, was bei kaltem Wasser lebenswichtig sein kann. Zweischalige Boote in ansprechendem Design gibt es im Ausland mehr als in Deutschland. Die ausländischen Boote sind dann teilweise auch noch selbstlenzend. Schwimmer unter den Auslegern (als Ersatz für die Wülste, die man übrigens beim Faltboot Klepper Aerius findet) hat es bei Alden, USA, usw.

Gruß Eberhard

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Re: Re: Re: Gigboote

Anonymer Verfasser (19. Feb. 2008, 21:25h)


Liebe Leute,
die Fülle der von euch angebrachten Vorschläge zur steigenden Sicherheit sprengt wie üblich (und typisch deutsch) jeglichen Rahmen.
1. warum sich pohlusboote nicht durchgesetzt haben, weiß ich auch nicht. Jedenfalls wollten die meisten vereine keine.
2. Doppelschalen und Selbstlenzer sind für Küstenregatten am Atlantik sinnvoll, nicht zum Wanderfahrtsbetrieb.
3. Schwimmer unter den Auslegern sind (und ich meine es nicht spaßhaft) ein sinnvoller Beitrag zum Handicaprudern.
4. Unser (von Euch vermisster) Sicherheitsgurt ist die Abdeckung. Auf Fahrten ist die Pumpe (nicht elektro!) unerlässlich und auf Regatten (eurega, tour de lac) die Abklebung der Ausleger und die Schwimmeste (die man auch im Wasser anziehen können sollte). Auch die Fahrweise trägt dazu bei ob ein Boot vollschlägt, oder eben nicht. Steuerleutelehrgänge bieten die LRVs an.
Um den Auftrieb bei extremen Bedingen zu erhöhen kann man unter dem Innenausbau aufblasbare Kanusäcke befestigen. Das hält das Boot immer oben(vor Rügen getestet!)
5. Rennboote sollten generell auf offenem Gewässer vom mobo aus gecoached werden.

Gruss vom Rhein.

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Re: Re: Re: Re: Gigboote

Anonymer Verfasser (20. Feb. 2008, 13:16h)


Das Mobo möchte ich sehen, mit dem ich 9 (ein Achter) oder mehr Leute auf einmal retten kann.

Warum wird immer gegen passive Sicherheit gegenan diskutiert? Es nützt mir der tollste Steuermann nichts, wenn mir ein Motorboot ne Dicke Welle vor den Bug legt. Es nützt mir die Pumpe nichts, wenn das Unwetter schneller aufzieht als erwartet.

Das einzige, was mir etwas nützt, ist, wenn das Boot in möglichst allen Situationen seine Aufgabe weiter verrichtet. Jeder Renneiner kann das, die meisten Rennzweier auch, die Küstenruderboote oder viele der amerikanischen 'recreational boats' schaffen das auch. Das halte ich für die unkomplizierteste Möglichkeit. Und ich spare dabei Bastellösungen wie abgeklebte Auslegerstreben (die auch nur bis zu einer gewissen Grenze nützen), die sogar zumeist noch von Laien montiert werden.

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Re: Re: Re: Re: Re: Gigboote

Anonymer Verfasser (20. Feb. 2008, 23:43h)


Alle Trainerkatemerane die ich kenne, können eine Achermannschaft im Notfall aufnehmen.

Eine frage zu Gig´s mit Flügelauslegern. Haben diese genug auftrieb um ein Boot schwimmfähig zu halten.

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Gigboote

Stefan (21. Feb. 2008, 12:22h)


kommt drauf an welche Auftriebskörper noch vorhanden sind, ein Boot ohne weitere Auftriebskörper schwimmt nicht (mit Mannschaft), nur weil ein paar Flügelausleger einige Liter Auftrieb geben
auch Skulls sorgen für ein paar Liter Auftrieb (= wer offene Wanderdollen benutzt verzichtet auf mehr Sicherheit durch die Skulls)
Insgesamt braucht man für einen 80kg schweren Ruderer nun mal 80l Auftriebskörper.
Zum Vergleich ein üblicher Putzeimer hat 10l.

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Gigboote

Anonymer Verfasser (21. Feb. 2008, 10:49h)


Alle Trainerkatamarane, die ich kenne, machen schon bei mehr als 2 Leuten dicke Backen.

Und nicht vergessen: Wenn die Achtermannschaft zu retten ist, wird sicher kein Badewannenwasser herrschen. Und so richtig viel Geduld werden die Opfer bestimmt auch nicht haben.

Wer achtet übrigens auf die Schraube bei der Rettung? Wie Manövrierfähig ist das Boot?

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Machen Sie Ihr Boot schwimmfähig!

Anonymer Verfasser (20. Feb. 2008, 16:57h)


.......Das einzige, was mir etwas nützt, ist, wenn das Boot in möglichst allen Situationen seine Aufgabe weiter verrichtet. ......

Unser Boot ist die letzte Instanz. Es muß funktionieren!
    Immer!

Der DKV fordert auf: 'Machen Sie Ihr Boot schwimmfähig!' Ob so'n Kajak anders funktioniert als'n Ruderboot? Ich meine das mit dem Archimedes!

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Re: Re: schwimmt das Boot

Anonymer Verfasser (15. Feb. 2008, 18:55h)


In den Deutschland war Kader- (Anm: Kadaver?-) Gehorsam gegenüber der Obrigkeit ja schon immer beliebt. .......
Vielleicht schaltet man mal selbst sein Gehirn ein.


..........bin sprachlos. Das trifft ebenso, wie es gleichzeitig ziemlich daneben ist.

Was der DRV sagt muß immer richtig sein!

Ich bin wohl mehr ein Kritiker des DRV, der im Vergleich zu USRowing, Rowing Canada, DFfR, FFSA, ARA, Rowing Australia, KNRB und anderen Verbänden in Sicherheitsfragen langsam ist. Der DRV ist als Sportfachverband lediglich ein eingetragener Verein, den wir als Ruderer tragen können, aber nicht müssen. Auf Grund seines versammelten Fachwissens besitzt er eine gewisse Richtlinienkompetenz. Seinen Empfehlungen kann man deswegen folgen. Was ist daran obrig?

Um hier mal dem falschen Eindruck vorzubeugen, es geht in den Empfehlungen des DRV mitnichten nur um Sicherheitsaspekte.

Na, worum denn? Bin für Hintergrundinformationen immer zu haben. Und ich wiederhole mich: Was ist zweifelhaft an der Empfehlung, ein genügend schwimmfähiges Boot zu kaufen? Und welche Nachteile hat ein Boot, welches den DRV-Empfehlungen entspricht? Die Antwort darauf fehlt bisher.

Die Aussagen zur Schwimmfähigkeit eines Bootes mit Mannschaft im Boot ist mit einem konventionellen Boot mit Kästen unter den Rollsitzen nicht zur erreichen - von keiner Werft.

Ist bekannt. Deswegen gibt es wohl z.B. fest einlaminierte Bodenbretter für zusätzliches Auftriebsvolumen. Und ich kenne andere, von unseren, deutschen abweichende Lösungen aus dem Ausland, die einfach gut sind.

Man muss zusätzlich zu den Kästen unter den Rollbahnen zumindest Bug- und Heckraum komplett abschotten und wasserdicht verschliessen.

Geschlossene Bug- und Heckräume sind super.

Die Firma Baumgarten baut Boote nach Kundenwünschen...........

Die FISA-Sicherheitsregeln meinen dazu lakonisch: „Viele Unfälle geschehen, weil ......... uninformierte Entscheidungen getroffen werden.“ Kann Sicherheit wirklich eine Option sein?

Um es klar zu sagen: Ich gehe bei entsprechenden Wasser und Wetterverhältnissen nie ohne Bug- und Heckabdeckungen mit Schott aufs Wasser. Bei Winterwanderfahrten auf gefährlichen Strecken haben wir überdies Rettungswesten im Boot.

Das ist Klasse!!! Wenn das alle so handhabten, wären wir ein Stück weiter.

....... die angeblich wasserdichten Deckel waren nach einigen Minuten leider nicht mehr dicht ........

Ist wohl mehr ein abzustellendes Qualitätsproblem der Lukendeckel, als ein grundlegendes Problem eines Sicherheitskonzeptes. Es gibt übrigens auch eine gegenteilige Meldung, daß sich eine Mannschaft das Boot unter einem Luftkasten aufgerissen und daß sie es dank der Luftkästen über eine Strecke von etlichen km nach Hause geschafft hat. Die haben sogar die Bescherung erst im Bootshaus in voller Schönheit festgestellt.

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Re: Re: Re: schwimmt das Boot

Stefan (15. Feb. 2008, 21:34h)


ich hatte bereits lang und breit ausgeführt, dass ein Boot nach den Spezifikationen des DRV eben nicht schimmfähig ist, d.h. der DRV verlangt ein Ergebnis (schwimmfähig) ohne zuzugeben, dass das Boot mit den vorgeschlagenen Auftriebshilfen eben nicht schwimmfähig ist
deswegen kritisiere ich die Vorgaben des DRV

in den Richtlinien sind übrigens umfangreiche Vorschläge drin wie ein Gigboot aussehen soll und die nichts mit Sicherheitsaspekten zu tun haben.
Nicht alle diese Vorschläge sind Unsinn, einige sind durchaus realistisch nutzbar, andere sind Ansichtssache

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Re: Re: Re: schwimmt das Boot

Stefan (15. Feb. 2008, 21:27h)


wer 2-3l Bodenbretter als wichtigen zusätzlichen Sicherheitsaspekt sieht, hat leider das archimedische Prinzip immer noch nicht kapiert. so etwas ist lächerlich

ich kenne nur eine Lösung aus dem Ausland die für mehr Auftrieb sorgen kann und das ist ein Doppelschalenboot

schön, wenn die Mannschaft erst spät bemerkt, dass ihr Luftkasten aufgerissen ist
sie wird die Nachteile eines Doppelschalenboots dann bemerken, wenn das Boot repariert werden soll

die Nachteile voll geschlossener Boote hatte ich bereits erwähnt, es geht kein Gepäck mehr ins Boot und wenn ich das Gepäck in die Luftkästen staple riskiere ich massiven Auftriebsverlust

weiterer Nachteil das Boot wird schwerer und durch die vielen Schotten im Boot so versteift, dass ein Nachgeben der Bordwand bei Kontakt mit einem Stein nicht mehr gegeben ist, das bedeutet die Bordwand bricht früher

häufig ist bei Doppelschalenbooten das Problem, dass durch Haarrisse oder winzige Lecks Wasser ins Boot eingedrungen ist und nicht wieder hinaus kommt, das hat zur Folge, das das Boot immer schwerer wird, falls Holz- oder Metallteile im Innern verbaut sind faulen bzw oxidieren diese dadurch besonder schnell was dann zu Stabilitätsverlusten führt






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Mensch oder Plastik?

bortomotel (17. Feb. 2008, 10:36h)


Wir reden über sehr unterschiedliche Dinge. Ich rede von der persönlichen Sicherheit der Ruderinnenen und Ruderer und davon, daß die ohne Wenn und Aber zu gewährleisten ist.

Ein Boot ist letztlich nur ein - anerkannt kunstvoll verarbeitetes - Stück Plastik. Wenn es technische Mängel oder schlimmer: Sicherheitsmängel aufweist, dann ist sein Schöpfer aufgerufen, durch Sorgfalt, Phantasie und Erfindergeist dem abzuhelfen.

Wer oder was muß sich wem unterordnen? Der Mensch dem Stück Plastik oder das Stück Plastik dem Menschen?

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Re: Re: Re: Re: Re: schwimmt das Boot

fischi (15. Feb. 2008, 23:02h)


Danke für deine Ausführungen.
Endlich mal konstruktive Argumente über das für und wieder notschwimmfähiger Boote und eine Sicht der Dinge, die evtl. nicht jedem Gefällt, aber als Meinung so stehen gelassen werden sollte.
Die Entscheidung was in den Vereinen letztendlich gekauft wird, sollte, wie jetzt üblich aber auch bei den Vereinen bleiben und nicht durch Vorschriften eingeengt werden.

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Re: Re: schwimmt das Boot

bortomotel (15. Feb. 2008, 18:58h)


Pardon, vergaß, mich einzuloggen, obiges ist von mir.

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Gigboote

Stefan (15. Feb. 2008, 14:08h)


In einem Rennboot sind aber auch immer Bug- und Heckraum geschottet und gedeckt.
Die vorstehenden Ausführungen bestätigen wohl eher meine Empfehlungen zu Bug- und Heckräumen.

Der Unterschied zu einem Rennboot ist allerdings, dass ich in einem Gigboot Gepäck mitnehmen will. Das geht mit einem völlig gedeckten Boot natürlich nicht mehr. Und wenn ich mein Gepäck in die Luftkammern staple, dann ist es keine Luftkammer mehr, d.h. ich schränke die Schwimmfähigkeit doppelt ein. Einmal durch zusätzliches Gewicht und andererseits nur fehlendes Luftvolumen.

Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif. Alle zusätzlichen Sicherheitseinrichtungen erhöhen das Gewicht und schränken die Nutzbarkeit des Bootes ein.
Die Bestellung eines Ruderbootes stellt daher immer einen Kompromiss dar zwischen Sicherheit und Nutzbarkeit dar.
Der Käufer des Bootes muss sich jeweils entscheiden, was er an Sicherheitseinrichtungen braucht.



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Re: DRV Bestimmungen

Anonymer Verfasser (15. Feb. 2008, 12:32h)


"Die Aussagen zur Schwimmfähigkeit eines Bootes mit Mannschaft im Boot ist mit einem konventionellen Boot mit Kästen unter den Rollsitzen nicht zur erreichen - von keiner Werft.
Wer etwas anderes behauptet sollte mal einen Grundkurs Physik belegen."


Wenn die Kästen allein nicht reichen, dann muss wohl noch mehr her. Vielleicht müssen dann auch Änderungen an der Gesamtbauweise vorgenommen werden. Aber es kann nicht die Endlösung sein, dass man noch Jahrzehnte mit solchen Nußschalen umherfährt. Das ist einfach nicht zeitgemäß.

Die Kollegen an der Küste in Frankreich, England oder Australien schaffen es auch (siehe 'surf rowing' bei YouTube oder coastal rowing im allgemeinen).

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Re: schwimmt das Boot

Anonymer Verfasser (15. Feb. 2008, 12:27h)


Also bei Rennbooten funktioniert es, dass das Boot im vollgelaufenen Zustand noch ruderbar ist. Die Videos liegen hier:
http://www.leoblockley.org.uk/tests.asp

Nun ist ein Gigboot nicht großartig besonders, nur breiter. Es sollte also auch gelingen, so viel Innenraum abzudichten, dass durch das Vollschlagen zB lediglich Fussräume geflutet werden und das Boot ruderbar bleibt.

WIE das erreicht wird, ist mir als Kunde auch vollkommen egal. Ob das mit oder ohne Bugabdeckung oder nur mit Doppelrumpf oder was weiss ich nur geht. An der Stelle geht der DRV Tatsächlich zu weit, falls er vorschreibt, wie das Leistungsmerkmal erreicht werden soll.

Dass es wünschenswert und zu erreichen ist halte ich für zweifelsfrei.

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schwimmt das Boot

Stefan (14. Feb. 2008, 02:05h)

Nachträglich bearbeitet von Stefan

Wir können uns gerne im Sommer mal an einem Berliner See treffen. Sie bringen ein sogenanntes schwimmfähiges Boot mit und kippen es voll Wasser, setzen eine 80kg- Mannschaft rein und probieren es zu rudern.

Ein Berliner Verein hatte letztes Jahr bei einem solchen Versuch ein interessantes Ergebnis, die angeblich wasserdichten Deckel waren nach einigen Minuten leider nicht mehr dicht und ihr voll geschottetes Boot (nicht nur kleine Kästen) soff erbärmlich ab.

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DRV Bestimmungen

Stefan (14. Feb. 2008, 01:55h)


In den Deutschland war Kader-Gehorsam gegenüber der Obrigkeit ja schon immer beliebt.
Was der DRV sagt muß immer richtig sein!
Vielleicht schaltet man mal selbst sein Gehirn ein.

Um hier mal dem falschen Eindruck vorzubeugen, es geht in den Empfehlungen des DRV mitnichten nur um Sicherheitsaspekte.
Da dem Vorredner das aber so wichtig ist hier ein paar Aussagen.
Die Aussagen zur Schwimmfähigkeit eines Bootes mit Mannschaft im Boot ist mit einem konventionellen Boot mit Kästen unter den Rollsitzen nicht zur erreichen - von keiner Werft.
Wer etwas anderes behauptet sollte mal einen Grundkurs Physik belegen.
Man muss zusätzlich zu den Kästen unter den Rollbahnen zumindest Bug- und Heckraum komplett abschotten und wasserdicht verschliessen.
Das bieten die meisten Werften als Extra an, der DRV schlägt es als mögliche Zusatz- Option vor. Wenn der DRV seinen eigenen Vorgaben zur Schwimmfähigkeit ernst nehmen würde, dann würde er das als "must" Kriterium sehen.
Auch der DRV weiß, dass das bei den Vereinen nicht durchsetzbar ist. Also tut er so als wäre es nicht nötig, um die eigenen Vorstellungen über Schwimmfähigkeit zu erreichen.

Die Firma Baumgarten baut Boote nach Kundenwünschen. Der Kunde ist ein Verein und nicht der DRV
Wenn ein Verein der Meinung ist so etwas wolle er nicht haben, dann ist das alleine seine Entscheidung.
Um es klar zu sagen: Ich gehe bei entsprechenden Wasser und Wetterverhältnissen nie ohne Bug- und Heckabdeckungen mit Schott aufs Wasser. Bei Winterwanderfahrten auf gefährlichen Strecken haben wir überdies Rettungswesten im Boot

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Re: Empfehlungen des DRV

bortomotel (12. Feb. 2008, 17:59h)


Stefan schrieb:
ich habe mich hier bisher als Vertreter einer Werft zurückgehalten, ich empfinde es jetzt aber als unterträglich, wenn hier hingestellt würde, dass sich nur eine Werft an die Empfehlungen des DRV hält.
Alle Optionen die der DRV empfiehlt werden selbstverständlich auch von der Firma Baumgarten Bootsbau angeboten.
Allerdings rüsten wir die Boote nicht als Standard mit allem aus, was der DRV für sinnvoll hält.

Zitatende.

Und da haben wir den Unterschied: Der von mir genannte Wettbewerber folgt meines Wissens den Empfehlungen der FISA/des DRV ohne Wenn und Aber, d.h. er bietet erst gar keine ungenügend notschwimmfähigen Boote an. Bootssicherheit eine Option? Nein, danke!

Stefan schrieb:
Da ist eine Menge dabei was sehr zweifelhaft ist.
Wenn der Kunde es haben möchte, bekommt er alles eingebaut was er haben möchte. Wir weisen aber eben auch auf die Nachteile hin, die gewisse DRV Vorschläge haben.

Zitatende

Was ist zweifelhaft an der Empfehlung, ein genügend schwimmfähiges Boot zu kaufen? Und welche Nachteile hat ein Boot, welches den DRV-Empfehlungen entspricht?

Kann es sein, daß wir über unterschiedliche Dinge sprechen? Ich meine die persönliche Sicherheit der Ruderer, was sich auf der Sicherheits-DVD des kanadischen Ruderverbandes so anhört: „Remember that the personal safety of each rower is of paramount importance! (Bedenke, daß die persönliche Sicherheit eines jeden Ruderers von überragender Wichtigkeit ist!)“ Dem hat sich das Material anzupassen und nicht umgekehrt. Wie denkt Ihr darüber?

Stefan schrieb:
Auch einen Steuersitz aus Latten kann der Kunde selbstverständlich bekommen. Wer so einen Sitz auf einer 100km Langstreckenregatta schon mal genossen hat wird seinen Bootswart der so etwas bestellt zwar umbringen wollen, aber des Kunden Wunsch ist sein Himmelreich.....
Zitatende

Der DRV-Steuersitz ist sicher eine Marginalie, wenn der Rest stimmt. Der DRV-Sitz paßt auch nicht für jedermanns Popo. Ich habe im Geiste den Erfinder des Sitzes schon mehrfach erlegt, weil ich auf dem Ding schon nach wesentlich kürzeren Strecken Brüschen an demselben hatte. Und dazu dann noch eventuell eine Pfütze, in der man sitzt......ekelhaft.


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Empfehlungen des DRV

Stefan (09. Feb. 2008, 00:56h)


ich habe mich hier bisher als Vertreter einer Werft zurückgehalten, ich empfinde es jetzt aber als unterträglich, wenn hier hingestellt würde, dass sich nur eine Werft an die Empfehlungen des DRV hält.
Alle Optionen die der DRV empfiehlt werden selbstverständlich auch von der Firma Baumgarten Bootsbau angeboten.
Allerdings rüsten wir die Boote nicht als Standard mit allem aus, was der DRV für sinnvoll hält. Da ist eine Menge dabei was sehr zweifelhaft ist.
Wenn der Kunde es haben möchte, bekommt er alles eingebaut was er haben möchte. Wir weisen aber eben auch auf die Nachteile hin, die gewisse DRV Vorschläge haben.
Auch einen Steuersitz aus Latten kann der Kunde selbstverständlich bekommen. Wer so einen Sitz auf einer 100km Langstreckenregatta schon mal genossen hat wird seinen Bootswart der so etwas bestellt zwar umbringen wollen, aber des Kunden Wunsch ist sein Himmelreich.....
Ansonsten kann ich auch nur empfehlen Boote probezurudern.

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Proberudern!

bortomotel (08. Feb. 2008, 18:04h)


Es lohnt sich, bei befreundeten Vereinen herumzuhören und ggf ein entsprechendes Boot zur Probe zu rudern. Das mit dem 'schnell', 'schneller Riß' o.ä. ist so eine Sache. Schließlich wird kein Bootsbauer sein Boot als langsam bezeichnen.

Die DRV-Empfehlungen werden illustriert in Rudersport Ausgabe April 2006, S.26ff

Es wäre zu begrüßen, wenn nicht nur BBG diesen Empfehlungen ohne Wenn und Aber folgen würde. Oder bin ich mit meinem Informationsstand der Wirklichkeit hinterher?

Vielleich noch ein Wort zu diesem bescheidenen DRV-Steuermannssitz: Wenn der naß wird, kriegt der Steuermann einen feuchten Achtersteven. Ein Sitz aus Latten ist veraltet, aber in der Hinsicht wesentlich besser. Ein Loch im DRV-Sitz hilft nur begrenzt.

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DRV Empfehlungen

Anonymer Verfasser (07. Feb. 2008, 21:07h)


Der DRV hat auch ein paar Tips, diese sind hier zu finden.

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Gig-Boote

Anonymer Verfasser (07. Feb. 2008, 18:36h)


Hauptsache, das Boot ist einigermassen ordentlich verarbeitet. Bei manchen Werften sieht man auf den ersten Blick, dass der Kiel nicht mittig liegt, die Rollbahnen weder parallel noch mittig eingebaut sind oder auch Leisten von unten nicht lackiert sind.

Ne Maurerschnur und n Winkelmesser können erstaunliches zu Tage fördern. Nutze sie auch für Preisverhandlungen.

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