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Wanderfahrt nach Werder, 9. bis 11. August 2002

ulf, 12. Aug. 2002, 15:50h ()


Dass die Potsdamer Gewässer eine Idylle sind, ist Ruderern bekannt. Darum trafen sich zwanzig Normannen, perfekt organisiert von Rita Waldmann und Werner Bense an einem milden Freitagabend in Werder / Havel, dort wo jedes Frühjahr die Kirschen blühen, im August aber eher Mückenschwüle herrscht.


Arielle heißt ein sogenanntes Fischrestaurant am Havelufer, in dem alle eintrudelten. Der zähe Fisch war mehr unter den reichlichen und sandigen Salatblättern versteckt, dafür war die Rechnung wenigstens saftig. Im Guide Michelin mit 3 Zitronen ausgezeichnet! Flotte Sprüche haben trotzdem für gute Stimmung gesorgt, schließlich gab es ernstere Sorgen als das Essen, wie entzündete Armnerven, humpelnde Beine und abgefallene Auspüffe.

Da einen richtigen Ruderer nichts umwirft und niemand wegen Schnarchens die Schlafsäle verlassen musste, wurde am Sonnabend pünktlich um acht Uhr gefrühstückt. Mit Hilfe des Bootswarts, Herrn Blanke (höchstens 1,65m, Glatze und Ohrring, selbst überzeugter Nicht-Ruderer, echt Berliner Dialekt) lassen wir einen Achter "Blütensee", einen Vierer und einen Zweier zu Wasser. Passende Steuer müssen noch gesucht, ein Anschlag für die Rollbahn ohne Stopper im Vierer gebastelt werden. Zweier und Achter sind schon ein Stück unterwegs und dort bedienen wir eifrig Handys und forschen nach Nummern, hören die freundlichen Mailboxstimmen an, um so schlau wie zuvor abzuwarten.

Es wird dann doch bald zehn Uhr, als wir Werder in Richtung Schwielowsee hinter uns lassen. Die Stationen der Tour (ca 38 km) muss man natürlich sehen: an Caput vorbei (“Einstein war nicht zu Hause“), über den Templiner See nach Potsdam. Die Havel ist hier ja eine Kette von Seen und Buchten mit Halbinseln, auf denen Reiher auf Beute warten. Damit es nicht zu idyllisch wird, übt die Achtermannschaft auch Rennstarts. Die Kenterübung haben sich allerdings alle verkniffen. Vor der Glienicker Brücke halten wir eifrig Ausschau nach auszutauschenden Spionen, aber das passiert ja nur bei Kälte, Nacht und Nebel. Uns hingegen wird langsam warm und einige Mägen sind mit knurrenden Geräuschen zu hören. Dennoch liegen noch etwa 10 km auf dem Sacrow-Paretzer-Kanal vor uns, bis endlich Marquardt zur Mittagpause erreicht ist.


Harald Prade wäre nicht künftiger Olympionike, wenn er die andern trotz des späten Einzelstarts (wg. Auspuffreparatur, s.o.) nicht überholt hätte; natürlich beinhart ohne Mittagspause. Die etwa 10 km von Marquardt zurück nach Werder führen ruhig und schläfrig über den Wublitzsee (Motorboote verboten). An der wegen Aalreusen-Stangen engen Ausfahrt zum Großen Zernsee wachen alle auf: erst werden von der Brücke springende und badende Kinder fast überfahren, dann kann ein Rammen von zwei Booten nur durch schnelles Stoppen vermieden werden. Zurück beim Ruderverein Werder wird geduscht, und bei Janny's Eis (gleich vor der Brücke zur Insel) gibt's Blaubeeren und Eis, von der netten Verkäuferin für Martin auffallend extra viel! Diesen Abend ist Mühlenfest in Werder (gutes Spanferkel, aber nicht durchgebratene Würste) mit Tanzcombo und viel Dorftrubel. Allerdings wird keiner alt, man trifft sich noch zu Cappuccino oder Bier im Galeriecafe am Markt (zu empfehlen) und schaut dem neuen vollelektronisch gesteuerten Brunnen zu. Sonntag geht's Havel abwärts nach Ketzin (ca 30 km hin und zurück). Insbesondere diejenigen, die im Hotel zur Insel (direkt am Markt mit Gewürzgarten im Innenhof) übernachtet haben, sind nach einem Luxusfrühstück entspannt. Es ist warm und sonnig, die Freizeitkapitäne sind mit kleinen Booten unterwegs. Entweder steuert Er ­ und Sie darf mit, oder Papa fährt ­ und die Familie darf über den Kahn verteilt dösen, jeweils in allen Bekleidungsvarianten, auch ganz ohne. Der Anlege- und Badeplatz in Ketzin ist noch wie zu DDR-Zeiten, nur die Kioskbude ist neu, es gibt Buletten, Würstchen und Fassbrause (wat denn, weeß da wer nich, was Fassbrause is?) zu Preisen wie damals. Selbst die Landbegleitung ist angereist (Marguerite und heute Helmut). In der algigen Havel darf gebadet werden, wozu sich aber fast nur die reiferen Damen aufraffen. Ohne Zeitdruck rudern wir zurück nach Werder. Die Boote müssen gründlich abgespritzt und vom Algenschmier gereinigt werden. Ich glaube, den Heimweg haben alle ganz zufrieden und nicht allzu erledigt angetreten.

Friedrich Weskott

 
 
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